Charaktere und Geschichte
Wien ist schön. Siegfried Haberl ist es nicht. Der Straßenkehrer ist riesig, hat einen gewaltigen Buckel, und ein Unfall in der Kindheit hat sein Gesicht entstellt. Nicht ohne Grund nennen ihn die Leute den Quasimodo von Wien, allerdings niemals in seiner Gegenwart – denn wer möchte schon riskieren, die Reizschwelle des ansonsten sanften Riesen zu testen?
Sigi lebt, obwohl er schon vierzig Jahre alt ist, immer noch bei seiner Mami. Maria Haberl liebt ihren Sohn über alles. Ihr ist sehr wohl bewusst, dass sie die einzige Person ist, die so für Sigi empfindet.
Beim nächtlichen Kehren fliegt ein eleganter Herrenschuh aus dem Fenster eines Innenstadthauses. Sigi ist fasziniert von der edlen Qualität und nimmt das geschmeidige Leder mit nach Hause. Ihm ist nicht bewusst, dass er sich damit ins Zentrum eines internationalen Spionagefalls katapultiert hat.
Nach obenEntstehungsprozess
Wenn ich beginne, eine Geschichte zu schreiben, muss das Ende bereits feststehen. Ich brauche ein Ziel, sowohl für meine Charaktere als auch für mich selbst. Ich schreibe die Geschichte im Stil eines Drehbuchs, wobei jede Textseite einer Comicseite entspricht, zumindest theoretisch. Aus den ursprünglich geplanten 12 Seiten wurden letztendlich 15 gedruckte Comicseiten.
Ich skizziere zuerst die groben Layouts der Seiten und trage dort bereits die Dialoge ein, damit wichtige Bildteile nicht von Sprechblasen überlagert werden oder die Seite zu überladen aussieht.
In Blender 3D habe ich sowohl Sigi als auch Mami als Modelle umgesetzt. Das hilft mir beim Posen der Figuren und bei der Lichtsetzung, die für mich bei Schwarz-Weiß-Comics sehr zur Verstärkung der Stimmung beiträgt. Procreate auf dem iPad ist für mich das Tool der Wahl, um den Comic digital zu zeichnen.
Nach obenDas Kriminal Journal bestellen
Zumindest die nächsten ein bis zwei Jahre werde ich die Geschichte „Quasimodos Schuhe“ nicht auf dieser Website in voller Länge digital veröffentlichen. Natürlich würde es mich freuen, wenn ich das Interesse am Kriminal Journal geweckt habe. Darin findet ihr nicht nur meine Geschichte, sondern auch die Beiträge von 13 anderen Comic-Künstler*innen. Das gedruckte Comic könnt ihr auf verschiedene Weise erwerben.
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Im Shop könnt ihr auch nachlesen, worum es in den Beiträgen der anderen Künstler*innen geht. Die Mischung aus schräg, wienerisch und experimentell schlägt sich sowohl in den Geschichten als auch im Zeichenstil nieder.
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Wer kein Gewissen hat und arme, ungeliebte Milliardäre fördern möchte, kann natürlich auch bei Amazon bestellen. Ich brauche euch nichts über die Vorteile des Versandriesen zu erzählen, aber habe ich schon die Gewissensfrage gestellt?
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