Erfüllung oder Torschlusspanik
Alter ist keine Schande, aber oftmals eine Ausrede dafür, Lebensträume verblassen zu lassen und sich damit abzufinden, dass es an der Zeit ist, den Bleistift an andere, jüngere Talente zu übergeben. Der Gedanke hat nur zwei Haken. Erstens habe ich nichts zum Übergeben, da ich meine Karriere erst jetzt starte, und zweitens möchte ich meine eigenen, schrägen Geschichten erzählen. Niemand anders will oder kann meine Geschichten aufs Papier bringen.
Warum der Zeitpunkt jetzt reif ist für mich? Ich kann mich besser auf Dinge konzentrieren, die mir sehr wichtig sind, und bin nicht mehr so leicht abgelenkt (der Gamer in mir widerspricht heftig). Außerdem ist es einfacher denn je, handwerkliche Defizite mit technischen Hilfsmitteln wie 3D-Programmen auszugleichen. Auch Referenzen und Tutorials stehen durch das Internet viel zahlreicher zur Verfügung als noch im dunklen Vor-IT-Zeitalter. Aber ich nutze niemals KI zum Erstellen von Grafiken, Illustrationen und Comicseiten, doch dazu an anderer Stelle mehr.
Ich bin ein Spätzünder, der sich in kreativen Krisen gereizt durch die weißen Haare fährt und gelegentlich in Panik verfällt, weil die biologische Uhr ständig im Hinterkopf hämmert. Aber was sind die Alternativen zum manischen Schaffen? Glücklich und entspannt das Leben genießen? Niemals.
Nach obenAI-Nutzung und Entstehungsprozesse
Wir alle kennen besserwisserische Zeitgenossen, die unter dem Zwang stehen, einen bei kreativen Höhenflügen ständig auf den Boden der Realität zurückschmettern zu müssen. Die Extremvariante davon sind Internet-Trolle, quasi Nörgler auf digitalen Steroiden. Genau die werde ich gelassen ignorieren, wenn sie behaupten, dass meine Werke AI-generiert sind.
Trotzdem werde ich den Entstehungsprozess meiner Werke dokumentieren. Es geht darum aufzuzeigen, dass sich Illustrationen und Comics nicht einfach aus dünner Luft manifestieren, sondern, im Idealfall, ein langer, durchdachter Prozess dahintersteckt. Und genau da ergibt die Dokumentation des Entstehungsprozesses Sinn, denn man selbst vergisst oft, wie hart die Geburt einer Seite war, wie viele Mutationen zum finalen Ergebnis geführt haben.
Ich verwende AI ausschließlich zur Recherche und zum Korrigieren von Texten. Das beinhaltet auch verzweifelte Hilfeschreie, wenn es um das Lösen technischer Probleme beim Erstellen dieser Website geht. Das ist es. Ich schreibe und zeichne Comics aus Leidenschaft und möchte keinen einzigen Schritt dieses Kreativprozesses an Software auslagern, der es vollkommen egal ist, was sie produziert.
Nach obenZukunftsmusik in leisen Tönen
Vorerst habe ich nur ein Projekt auf dieser Seite zu präsentieren. „Quasimodo von Wien“ war der Auslöser für die Erstellung dieser Website, und das nur, weil ich mich selbst unter Druck setzen wollte und eine URL im Comic abgedruckt habe, für die es noch keine Inhalte gab. Letztendlich möchte ich aber noch drei weitere Bereiche hinzufügen.
Tutorials
Ich erstelle Tutorials nicht nur für Lehrlinge zur Verwendung im Unterricht, sondern auch für mich, da oft viel Zeit zwischen der Anwendung von Software vergeht und mein Siebhirn Wissen schneller ins Nirwana verstreut, als ich „Wenn ich 22 Stunden in der Woche arbeite, bin ich Dienstagmittag fertig“ sagen kann. Ich werde die Tutorials nach und nach online stellen und Feedback einarbeiten.
Portfolios und andere Comicprojekte
Jetzt liegt der Schwerpunkt auf Quasimodo von Wien, aber ich möchte immer Neues ausprobieren und Altes verbessern. Auch wenn ich oft monatelang keinen Zeichenstift zur Hand genommen habe, hat sich im Laufe der Jahrzehnte doch ein Berg von zu ehrgeizigen Projekten mit zu kleinem Fundament aufgebaut. Auf die Portfolio-Seiten klatsche ich alles, was sich im Laufe der Jahre angesammelt hat und meine strenge Selbstzensur erfolgreich durchläuft.
Besserwissern mit Satire
Unreflektierte Meldungen in die Öffentlichkeit posaunen ist heute dank Internet einfacher denn je. Ziel ist es, politische Beobachtungen pointiert und reflektiert und mit dem Ruhepuls eines Zen-Meisters in Satire abzubilden, auch wenn es Themen gibt, die mein grünes Blut zum Kochen bringen.
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